„Ein Haus für Friedrichstadt – Frieehuus“
In der dritten Phase des Projektes „Zukunftsstadt“ wurde eine besondere Idee geboren:
Ein Haus für Friedrichstadt! Ein Quartier, das von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Friedrichstadt entwickelt wurde. Ein Quartier, das sich, unabhängig von der Stadtpolitik tragen sollte, ein Quartier, das den Bedürfnissen der Friedrichstädterinnen und Friedrichstädtern gerecht wird.
Auf dem städtischen Grundstück hinter der evangelischen Kirche, das aktuell als Parkplatz genutzt wird, könnte ein solches Haus Wirklichkeit werden.
Im März 2021 nahm eine engagierte Gruppe aus Friedrichstädtern die Arbeit auf. Was sollte ein solches Haus leisten? Für wen und für was kann ein solches Quartier einen Mehrwert ermöglichen?
Schnell war klar, dass ein solches Gebäude Platz für unterschiedliche Wohninteressen bieten sollte. Es sollte ein Haus sein, das innovativen Platz für unterschiedliche Lebensentwürfe bieten soll. Auszubildende sollen hier genauso einen Wohnraum haben, wie bspw. eine Familie, die neu nach Friedrichstadt zieht und sich erst einmal in Ruhe orientieren möchte. Es soll aber auch Wohnraum für rüstige ältere Menschen bieten, denen vielleicht die eigenen vier Wänden nun zu groß geworden sind. Auch getrennt lebende Personen sollen hier einen variablen Platz für sich und ihre Kinder erhalten, speziell, wenn diese Kinder ihr Elternteil temporär besuchen.
Man war sich ebenfalls schnell über ein Wertebild einig. Dieses Haus soll den Bedürfnissen der Friedrichstädterinnen und Friedrichstädter entsprechen und sie sollen es maßgeblich mitgestalten und mit Leben erfüllen. Ein wichtiger Aspekt war es, dass dieses Haus nie durch externe Personen oder Investoren übernommen werden darf!
Ein Ort mit ausreichend Platz für gemeinschaftliche Aktivitäten ist Pflicht. Immer wieder war der Projektgruppe klar, dass es ein Quartier, ähnlich des ehemaligen „großen Garten“ werden könnte. Ein Saal, der für Feste teilbar ist. Eine kleine Bühne für eigene kleine und feine Veranstaltungen und Lesungen von Friedrichstädtern für Friedrichstädter. Ein Treffpunkt für unterschiedliche Gruppen. Von der Krabbelgruppe, über kleine Tanzkurse bis hin zu Kunst- und Mitmachangeboten. Es soll ein Ort der Begegnung entstehen und viel Platz für Ideen und Engagement bieten.
Die Projektgruppe hat, mit Unterstützung des Projektbüros „denkstatt sàrl“ und der „Hafen City Universität Hamburg“, viel geplant und diskutiert. Schlussendlich ist ein Modell entstanden, das auf einer Gesamtfläche im Bereich 50:50 Platz zum Wohnen und Platz für Gemeinnutz bieten soll. Finanziert und getragen werden soll dieses „Frieehuus“ durch eine Bürgergenossenschaft.
Durch externe Fachleute wurde dieses Modell auf Umsetzbarkeit geprüft und berechnet. Dies war ein Meilenstein auf dem Weg zum „Frieehuus“. Das Vorhabenmodell und das errechnete Kostenmodell wurden im März 2022 interessierten Fraktionsmitgliedern der amtierenden Stadtpolitik vorgestellt.
Am 19. Mai 2022 erfolgte für dieses Projekt der nächste wichtigen Meilenstein. Die Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter Friedrichstadts fassten den Grundsatzbeschluss, das vorgesehene Grundstück hinter der evangelischen Kirche der, zu gründenden, Bürgergenossenschaft im Erbbaurecht zur Verfügung zu stellen.

Nun ist es an der Projektgruppe und weiteren interessierten Bürgerinnen und Bürgern, an diesem Quartier weiter zu planen, Visionen zu finalisieren und ausreichend Mitstreiter für eine Bürgergenossenschaft zu finden.
Ganz konkret bedeutet es:
- Sie haben Lust einmal in das fertige „Frieehuus“ zu ziehen und ein Bewohner zu werden? Dann machen Sie mit und planen weiter den Wohnbereich und bringen Sie sich aktiv bei der Satzungsausgestaltung der Bürgergenossenschaft mit ein!
- Sie suchen Wohnraum für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Unternehmens? Egal, ob für den Azubi oder den neuen Kollegen, der für die Anstellung bei Ihnen mit seiner Familie nach Friedrichstadt ziehen möchte? Wir sind an Ihren Ideen und Wünschen interessiert und freuen uns, wenn Sie auch aus diesem Grund bei der Gründung der Bürgergenossenschaft mit einbringen.
- Sie haben Ideen für unterschiedliche Projekte? Sie würden gerne Ausstellungen realisieren oder suchen einen Raum für Kunst- oder Tanzkurse? Möchten temporär ein Büro nutzen oder bspw. ein Repair-Café auf die Beine stellen? Dann machen Sie bei uns mit und entwickeln Sie den Bereich der gemeinschaftlichen Nutzung.
- Sie finden die Idee des Frieehuus richtig gut, auch wenn Sie nicht dort wohnen möchten? Dann werden Sie Frieehuus-Unterstützer und finalisieren Sie gemeinsam mit uns das bürgergenossenschaftliche Finanz- und Trägerkonzept, das auch attraktive (finanzielle) Anlagemöglichkeiten vorsieht. Eine gute und solide Möglichkeit, Geld vor Ort zu investieren, statt in anonyme Aktienfonds.
Wir haben Sie neugierig gemacht? Dann sprechen Sie uns an und werden Teil unserer Projektgruppe!
Stadt Friedrichstadt Abt. Stadtmanagement
Erik Schmidt
Am Markt 9
25840 Friedrichstadt
Tel.: 04881 9393-19
Modellversuch „Zu Fuß in Friedrichstadt“
Im Rahmen der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 10.06.2021 wurde sich gegen die Durchführung des Modellversuches ausgesprochen. Es wurde jedoch bekräftigt, dass das Parkraumproblem in der Altstadt weiterhin ein kontinuierlich bestehendes Problem sei.
Die Stadt Friedrichstadt nimmt daher unabhängig des Ausgangs der Entscheidung weiterhin Anregungen aus der Bevölkerung entgegen, die sich mit diesem Problem auseinandersetzen.
Liebe Friedrichstädterinnen und Friedrichstädter,
schon seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bewegt uns alle das Thema „Verkehrsberuhigung“ und „Parkraumkonzept“ immer wieder. Und bei allen bisher angedachten Lösungen zeigt uns entweder das Gesetz seine Grenzen auf oder wir scheitern an uns selbst, weil wir nicht allen Interessen gerecht werden können. Deshalb haben wir uns im März 2020 entschlossen, eine/n Außenstehende/n auf unsere Situation schauen zu lassen und haben die Juristin und Stadtplanerin Nadja Skala einstimmig in der Stadtvertretung beauftragt, uns Lösungsvorschläge für ein Verkehrs-/Parkraumkonzept zu erarbeiten.
Warum machen wir gerade jetzt – ausgerechnet in Corona-Zeiten – einen neuen Anlauf?
Erinnern Sie sich: Kaum war der Lockdown in 2020 vorbei, war unsere Stadt so voll wie nie. Natürlich haben wir uns alle – Bürger, Geschäftsleute, Gastronomen, Hoteliers, Reedereien und Ferienwohnungsbesitzer – sehr darüber gefreut, dass so viele Menschen unsere Stadt für sich entdeckt und sie genossen haben. Aber wie oft standen wir fassungslos vor zugeparkten Kreuzungen, Wohnmobilen vor Wohnzimmerfenstern von Anwohnern und dauerparkenden Gästen in Halteverbotszonen. Und wir selbst? Konnten wir alle noch wie gewohnt unsere Besorgungen machen, fanden wir wirklich einen Parkplatz vor Kanzleien und Arztpraxen oder auch nur in der Nähe unserer Häuser und konnte unsere Feuerwehr noch zu Rettungseinsätzen durchkommen?
Nein, das wurde von Woche zu Woche schwieriger. Und der Außenparkplatz am Hafen war mehr als einmal fast leer.
Dies alles wollen wir nicht wirklich noch einmal erleben. Und deshalb diskutieren wir in der Stadt seit mehr als sechs Wochen intensiv über die Idee einer temporären Fußgängerzone. Über die große Beteiligung und das rege Interesse freuen wir uns sehr, da es Ihre Stadt ist und nur Sie sich mit oder ohne Gäste hier wohlfühlen sollen.
In den folgenden Informationen finden Sie in aller Kürze Ihre Anmerkungen, Ideen und Bedenken und Sie haben jetzt – freiwillig und anonym – die Möglichkeit, sich einer der aufgezeigten Lösungsideen anzuschließen oder auch nicht. Die Stadt wird Ihr Stimmungsbild zur Grundlage weiterer Entscheidungen machen. Bitte nehmen Sie alle die Chance wahr, das Problem, das uns alle angeht, miteinander zu lösen.
Und das Wichtigste vorweg:
Jeder Bewohner der Altstadt kann zu jeder Zeit mit seinem PKW in die Stadt fahren und – wenn Platz ist – dort parken.
und es ist ein Verkehrsversuch und keine endgültige Regelung.
Erfahren Sie hier mehr:
Die Auszählung der abgegebenen Stimmkarten zu obigem Modellversuch am 5.5.2021 hat Folgendes ergeben:
a) Der historische Stadtkern Friedrichstadt wird täglich von 13 – 18 Uhr zur Fußgängerzone: 173 Stimmen
b) Der historische Stadtkern Friedrichstadt wird freitags bis sonntags von 13 – 18 Uhr zur Fußgängerzone: 97 Stimmen
c) Keine der beiden Möglichkeiten: 306 Stimmen
Für a) und b) gab es 4 Stimmen und ungültig waren 6 Stimmen.
Insgesamt haben von 1.574 Friedrichstädter Haushalten 586 Haushalte die Möglichkeit der Abstimmung genutzt.
Dem Ergebnis der Haushaltsumfrage folgend, wurde sich im Rahmen der 17. Stadtverordnetenversammlung am 10.06.2021 einstimmig dafür entschieden, den aktuell vorgeschlagenen Modellversuch nicht durchzuführen.
Informationen zu diesem abgeschlossenen Projekt können Sie auf Nachfrage beim zuständigen Ordnungsamt der Stadt Friedrichstadt erhalten:


